Cannabis-Hyperemesis-Syndrom

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Cannabis wird verstärkt in der Schmerztherapie ärztlich verschrieben. Es soll Patient_innen helfen bei Übelkeit und Erbrechen, fehlendem Appetit und Abmagerung bei HIV/Aids, bei chronischen, vor allem neuropathischen Schmerzen sowie Spastik bei multipler Sklerose und Querschnittserkrankungen. Auch zur Muskelentspannung und zur Linderungen der Symptome bei Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) und dem Tourette-Syndrom kann es erfolgreich eingesetzt werden.

An eine ärztliche Genehmigung für legale Cannabis-haltige Produkte aus der Apotheke zu kommen, gestaltet sich als sehr aufwendig und schwierig. Auch ist die medizinische Forschung durch die anhaltende Verbotspolitik noch nicht so weit fortgeschritten um wissenschaftliche Ergebnisse liefern zu können.

Jetzt beunruhigt eine neue Meldung vor allem langjährige Dauerkonsument_innen. Das Cannabis-Hyperemesis-Syndrom (CHS) kann bei stark anhaltenden Konsum „zu körperlichen Krisen mit massivem Erbrechen und epigastrischen Schmerzen führen, die zwei bis vier Tage anhalten“. Die Betroffenen berichten vom zyklischen häufigen Erbrechen verbundenen mit starken Magenkrämpfen. Im Vice-Magazin wird auch berichtet, dass Patient_innen das Bedürfnis verspüren bei auftretenden Symptomen äußerst heiß zu duschen oder zu baden. Mit herkömmlichen medizinischen Test lässt sich nichts diagnostizieren, doch mit einem Stopp des Konsums sollen sich auch die Symptome beseitigen lassen.

Gerade weil Cannabis gegen Magenschemrzen und für die Anregung des Appetits genutzt wird, muss die medizinische Wirkung und deren Nebenwirkung weiter untersucht werden können. Die Forschung kommt durch die herrschenden juristischen Verbote und Blockaden nicht weiter. Wenn ihr mehr über den Stand der Forschung wissen möchtet, sei euch die Internetseite der International Association for Cannabinoid Medicines empfholen.

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